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Vulkane, Erosion und Menschenhand haben Kappadokien geformt und es zu einer Märchenlandschaft gemacht. Höhlenwohnungen aus der Jungsteinzeit und der Antike sind in der zentralanatolischen Region überall zu finden: Die in den Tuffstein gebauten Kirchen und Wohnungen faszinieren bis heute. Ganze unterirdische Städte für mehrere Tausend Menschen und Tiere hatten Christen hier in den Fels gegraben – Kappadokien war ihr Zufluchtsort vor Verfolgung. Gute Ausgangspunkte für Entdeckungsreisen sind die Städte Göreme und Ürgüp, die eine Fahrstunde vom Flughafen in Kayseri entfernt sind.

Das Weltkulturerbe

Zu einer der bekanntesten Attraktionen Kappadokiens gehören die Höhlenkirchen in Göreme. Das von steilen Klippen umgebene Freilichtmuseum ist seit 1985 Unesco-Weltkulturerbe. In den Höhlenkirchen sind teilweise sehr gut erhaltenen Fresken zu finden, die biblische Szenen darstellen. Besonders sehenswert sind die im 14. und 15. Jahrhundert entstandenen Apfel-, Schlangen- und die Dunkle Kirche. Nur zehn Minuten von Göreme entfernt befindet sich die Töpferstadt Avanos am Roten Fluss. Das traditionelle Handwerk wird seit Jahrhunderten in den Familien von Generation zu Generation weitergegeben. In einigen Töpfereien können die BesucherInnen den HandwerkerInnen über die Schulter schauen und verfolgen, wie die Töpfereiwaren entstehen.

Das Freilichtmuseumund Kloster Göreme.
Das Freilichtmuseum und Kloster Göreme. (c) Chloé Vorpe

Acht Stockwerke in die Tiefe

Zu einem Kappadokien-Besuch gehört auch ein Ausflug in eine Höhlenstadt. Der Besuch der unterirdischen Stadt Derinkuyu ist schlichtweg überwältigend. Gewundene Gänge und enge Treppen führen bis zehn Stockwerke in die Tiefe. In dieser Anlage befinden sich eine kreuzförmig angelegte Kirche, eine Schule, Küchen, Ställe, Wohnräume, tiefe Brunnen und ein ausgeklügeltes Belüftungs- und Schliesssystem. Verfolger verloren sich in diesem Labyrinth schnell: Die Gründer hatten ein System von Steintüren geschaffen, die sich nur in eine Richtung öffnen liessen. Noch heute können BesucherInnen bis zum achten Stockwerk unter der Erde gelangen, wo das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von zwölf bis dreizehn Grad herrscht. Dies, weil der Tuff sehr gut isoliert.

Die Schule in der unterirdischen Stadt Derinkuyu.
Die Schule in der unterirdischen Stadt Derinkuyu. (c) Chloé Vorpe

Die Klosteranlage Selime

Eine knappe Stunde von Derinkuyu entfernt liegt die grösste religiöse Klosteranlage Selime. Sie wurde im 8. Jahrhundert auf zwei Ebenen erbaut. Die aus dem Felsen gehauenen Räume und Kirchen tragen Spuren byzantinischer Kunst.

Durch das Ihlara-Tal wandern

Ganz in der Nähe befindet sich das 14 Kilometer lange Tal Ihlara mit den darin versteckten Kirchen und Höhlenwohnungen. Dass sich dort ein Tal verbirgt, ist von weitem nicht erkennbar: Die Landschaft ist flach – erst wer am Rande des Canyons steht, sieht ihn auch. Von Selime nach Ihlara führt ein abwechslungsreicher Wanderweg entlang des gemächlich plätschernden Flusses Melendiz. Unterwegs treffen die Wandernden auf romantische Restaurants: Gegessen wird über dem Wasser in lauschigen Hütten, die über einen Steg erreichbar sind.

Das Tal von Ihlara.
Das Tal von Ihlara. (c) Chloé Vorpe

Mehr Informationen und weitere Reisetipps finden Sie auf: www.goturkiye.com

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