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Auf Zypern, bekannt auch als Insel der Liebesgöttin Aphrodite, haben zahlreiche Kulturen ihre Spuren hinterlassen, von den Phönizier und Assyrer über Ägypter, Römer und Byzantiner bis zu den Osmanen und Briten. Und schliesslich liessen sich auch Touristen aus aller Welt vom mediterranen Klima, von unendlichen Stränden, fruchtbaren Tälern, Pinienwäldern, Weinbergen und von den historischen Baudenkmälern aller Epochen begeistern.

Ganzheitlicher Ansatz
Bis vor rund drei Jahren zeichnete die Cyprus Tourism Organisation für die touristische Vermarktung des Landes verantwortlich, wurde jedoch aus organisatorischen Gründen durch ein Tourismusministerium unter der Leitung von Savvas Perdios ersetzt. Der Minister zeichnet für die Planung, Entwicklung und die politische Aufsicht in diesem Bereich verantwortlich. Auch die Umsetzung der nationalen Tourismusstrategie vollzieht sich unter seiner Regie. Vor kurzem präsentierte Savvas Perdios in Zürich diese neue Ausrichtung, die er aber nicht einfach als Neupositionierung verstanden haben will. «Wir basieren uns auf den ganzheitlichen Ansatz für den Tourismus. Es geht nicht nur darum, wie wir für das Reiseziel werben, sondern um die Frage, wie wir es behandeln», betonte er. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hätten viele Destinationen von eine «besseren Wiederaufbau» gesprochen; Zypern habe nicht nur darüber geredet, sondern auch Taten folgen lassen: «Wir haben adäquate touristische Produkte geschaffen, die künftig den Mittelpunkt unserer neuen Identität bilden werden.»

(c) Stefan Senn

Klimabewusstsein gewachsen
Zypern will bis 2030 zu den 30 wettbewerbsfähigsten Reisezielen der Welt gehören. Gemäss Minister Perdios beruht diese Vision auf verschiedenen Grundpfeilern: Zypern soll ein ganzjähriges, qualitativ hochstehendes Reiseziel sein, an dem alle Einwohner vom Tourismus profitieren können. Die Pandemie habe Reisetrends stark beeinflusst, führte er weiter aus. Im Fokus potenzieller Gäste stünden der enge Kontakt zu lokalen Gemeinschaften und authentische Erfahrungen. «Die Natur wird zum Hauptgrund für Reisen, Abenteuer im Freien werden daher immer beliebter.» Um Menschenmassen zu vermeiden, setze man künftig auf sogenannte Mikro-Touren mit persönlichen Guides, im MICE-Bereich zudem auf hybride Veranstaltungen mit physischen und digitalen Elementen sowie ausgedehnten Teambuilding-Events. «Und es gilt, dem geänderten Buchungsverhalten Rechnung zu tragen. Individualität, flexible Last-Minute-Angebote, dynamischere Angebotsgestaltung und die gezielte Einbindung des Kundensegments der über 65-Jährigen ist das Gebot der Stunde», zeigt sich Perdios überzeugt.

(c) Stefano Gerardi

Zypern als MICE-Destination
Bisher hielt sich das MICE-Aufkommen in Zypern in überschaubaren Grenzen. Mit dem neuen Melcos City of Dreams Mediterranean Casino in Limassol zeichnet sich diesbezüglich nun eine Kehrtwende ab. Zypern wird bald schon auch MICE-Grossveranstaltungen beherbergen können. Das Resort umfasst ein Fünf-Sterne-Hotel mit 16 Stockwerken und etwa 500 Zimmern, ein Amphitheater im Freien, einen Familien-Abenteuerpark sowie verschiedene Einzelhandels- und gastronomische Einrichtungen. Hinzu kommen etwa 10’000 Quadratmeter Fläche für Tagungen, Konferenzen und Messen. Es soll Ende dieses Jahres eröffnet
werden. Auch das Nicosia International Conference Center verfügt über stattliche Kapazitäten. Grundsätzlich darf man durchaus sagen, dass Zypern für MICE-Gäste gerüstet ist.
www.visitcyprus.com

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