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Der MICE-Sektor kommt nach den umfassenden Lockerungen wieder in Schwung. Wie sieht die Situation im Hotel Aquatis aus?

Dank unseren modulierbaren Seminar- und Tagungsräumen mit einer Gesamtfläche von über 620 Quadratmetern können wir sowohl kleine Veranstaltungen als auch Konferenzen mit grösserem Publikum durchführen. Dank dieser Flexibilität spüren wir nun einen gewissen Aufschwung. Zu beachten ist aber, dass viele Schweizer Unternehmen weiterhin Home Office vorschreiben und Geschäftsreisen bis September 2022 einschränken.

Über welche Infrastruktur verfügt das Aquatis für Kongresse und Tagungen?

Wir verfügen über zahlreiche modulierbare Räume, die es uns ermöglichen, in unserem Konferenzzentrum Seminare von 10 bis 350 Personen abzuhalten. Als Mitglied von Hotellerie Suisse haben wir nun auch offiziell die Klassifizierung als Kongresshotel beantragt. Unsere Infrastruktur ist mit einem mehrstöckigen Parkhaus, Restaurantbereichen, 143 Zimmern und vor allem der Attraktivität des Aquatis-Aquariums sehr umfangreich.

Inwiefern kann denn das Hotel vom Aquatis Aquarium-Vivarium profitieren?

Das Hotel profitiert sehr vom Aquarium-Vivarium, da es zahlreiche Synergien sowohl in der Freizeitstrategie für die Betreuung von Familien, als auch im MICE-Segment gibt. Im Rahmen unserer Positionierung haben wir die 4-Sterne-Klassifizierung erhalten, die wir ab dem 1. April 2022 einführen werden. Dies wird uns ermöglichen, unsere Serviceleistungen zu verbessern und der DNA unseres Hauses gerecht zu werden. Wir können uns auch vorstellen, das Segment Hochzeiten etwas weiter auszubauen.

Wie sieht Ihre Bilanz nach zwei Jahren im Krisenmodus aus?

Unsere finanzielle Bilanz ist natürlich schwächer, auch wenn die Aktivitäten wieder zunehmen und sich wohl stabilisieren. Wir sehen endlich das Ende des Tunnels. Dennoch haben wir, trotz staatlicher Unterstützung, viel verloren. Ich bin jedoch der Meinung, dass die menschliche Bilanz positiv ist, da wir Lösungen für unsere Organisation finden und auf unsere Teams zählen konnten. So erholen wir uns derzeit relativ schnell, auch dank unseren Grundlagen: der Infrastruktur, der Professionalität unseres Teams und einer Unternehmenskultur, die von Flexibilität geprägt ist.

An welche strukturellen Veränderungen wird sich die Branche in Zukunft anpassen müssen?

Der Mensch muss sich neu erfinden, und die Krise hat zumindest dazu geführt, dass Dinge und Gewohnheiten in Bewegung geraten sind. Ich spüre einen intakten Teamgeist und eine allgegenwärtige Solidarität unter meinen Mitarbeitern. Wir wissen, dass unser Beruf als schwierig gilt und dass dessen Attraktivität durch COVID noch weiter gesunken ist – aber vielleicht hat dies endlich den positiven Effekt, dass das Hotel- und Gastgewerbe wieder an Bedeutung gewinnt und nur noch Fachleute in diesem Bereich tätig sind.

Brice Lavedrine © Hotel Aquatis

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