Die Verbindung zwischen Zürich und Seoul besteht seit einem halben Jahrhundert: Korean Air hat die Strecke erstmals 1976 aufgenommen und feierte dieses Jubiläum nun mit einem Anlass in Zürich. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl die historische Entwicklung der Route als auch neue Investitionen in das Bordprodukt.

Der Jubiläumsabend fand im Widder Hotel in Zürich statt und brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Luftfahrt, Tourismus und Medien zusammen. Unter den Gästen und Rednern waren unter anderem Führungspersonen der Airline sowie Vertreter der koreanischen Botschaft in der Schweiz und des Flughafen Zürich.

Die Strecke Zürich–Seoul gilt innerhalb des europäischen Netzwerks von Korean Air als eine der traditionsreichsten Verbindungen. Heute ist sie nach Paris die zweitälteste Europaverbindung der Airline. Die Bedeutung des Standorts Zürich wurde am Anlass erneut betont, insbesondere mit Blick auf die Rolle der Schweiz als Markt innerhalb der DACH-Region.

Vielversprechende Aussicht bei Korean Air

Die Nachfrage auf der Route entwickelt sich weiterhin stabil bis stark. In den vergangenen Jahren lag die Auslastung laut Unternehmensangaben im Durchschnitt bei rund 88 Prozent, im letzten Jahr bei etwa 90 Prozent. Auch aktuell zeigt sich ein hohes Verkehrsaufkommen, sowohl im Geschäftsreisebereich als auch im touristischen Segment.

Auffällig ist dabei der Wandel in der Passagierstruktur: Neben klassischen Geschäftsreisenden steigt insbesondere die Nachfrage von Familien und jüngeren Reisenden. Unterstützt wird dieser Trend durch die wachsende internationale Popularität koreanischer Kultur, Kulinarik und Medieninhalte, die das Interesse an Südkorea als Reiseziel zusätzlich verstärken.

Auch in der Gegenrichtung bleibt die Schweiz ein stark nachgefragtes Ziel für Reisende aus Korea, was die Verbindung zusätzlich stabilisiert.

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war der Blick in die Zukunft der Kabine. Ab diesem Sommer setzt Korean Air auf der Strecke Zürich–Seoul erstmals die Boeing 787-10 ein. Gleichzeitig wird das neue Business-Class-Produkt „Prestige 2.0“ eingeführt. Dieses umfasst unter anderem abgeschirmte Sitzbereiche für mehr Privatsphäre, vergrösserte Bildschirme im 4K-Format sowie moderne USB-C-Ladeoptionen.

Im weiteren Ausbau des internationalen Netzwerks verweist die Airline zudem auf strukturelle Veränderungen im Zuge der geplanten Integration mit Asiana Airlines. Diese soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden und betrifft unter anderem Flottenplanung, Streckennetz und Serviceprozesse. Erste Anpassungen im Europaangebot, wie eine erhöhte Frequenz auf einzelnen Routen, sind bereits vorgesehen.

Das Jubiläum in Zürich markiert damit nicht nur 50 Jahre bestehende Flugverbindung, sondern auch eine Phase der Weiterentwicklung im europäischen Markt der Airline – mit Fokus auf Kapazität, Produktqualität und Netzwerkoptimierung.

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