Schweiz Tourismus hat die aktuellen Entwicklungen der Hotellogiernächte für März 2026 eingeordnet und einen vorsichtig gedämpften Ausblick auf das Gesamtjahr gegeben. Während einzelne Monate deutlich schwächer ausfielen, bleibt die Gesamtnachfrage im Schweizer Tourismus laut Einschätzung der Organisation weitgehend stabil.

März 2026: Rückgang vor allem durch Sondereffekte geprägt

Im März 2026 verzeichnete der Schweizer Tourismus einen Rückgang der Hotellogiernächte um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut Schweiz Tourismus ist diese Entwicklung jedoch nur teilweise auf geopolitische Unsicherheiten zurückzuführen. Ein wesentlicher Teil des Rückgangs wird auf Kalendereffekte sowie Verschiebungen bei Ferienzeiten zurückgeführt.

Trotz des schwächeren Monats bleibt das Gesamtbild im ersten Quartal stabil: Über alle Monate hinweg ergibt sich sogar ein leichtes Plus von 0,1 Prozent.

Heimmarkt und Europa: Stabilität trotz Verschiebungen

Der Schweizer Heimmarkt zeigt im März einen Rückgang, der vor allem durch die Verschiebung der Sportferien zwischen Februar und März in den Vergleichsjahren erklärt wird. Für das Gesamtjahr erwartet Schweiz Tourismus eine insgesamt stabile Entwicklung der Nachfrage aus dem Inland.

Auch die europäischen Nahmärkte entwickeln sich insgesamt robust, obwohl im März ein leichter Rückgang verzeichnet wurde. Besonders positiv entwickelten sich dabei die Märkte aus dem Vereinigten Königreich sowie Frankreich. Als wesentlicher Faktor wird zudem der Trend zu sogenannten Near-Travel-Destinationen genannt, der die Nachfrage nach gut erreichbaren Reisezielen stärkt.

Unterschiedliche Entwicklungen in den Fernmärkten

Die Nachfrage aus den Golfstaaten zeigt im März ein Plus, das unter anderem auf saisonale Effekte wie den Ramadan zurückgeführt wird. Für das Gesamtjahr wird jedoch eine insgesamt gedämpfte Entwicklung erwartet.

Deutlich schwächer präsentiert sich der asiatische Markt, insbesondere Indien, das im März einen markanten Rückgang verzeichnete. Gründe dafür liegen unter anderem in der Flugroutenstruktur sowie im Zeitpunkt des Nachfrageeinbruchs. China zeigt sich dagegen stabil, unter anderem aufgrund bestehender Direktverbindungen. Insgesamt rechnet Schweiz Tourismus jedoch mit rückläufiger Entwicklung im asiatischen Gesamtmarkt.

Die amerikanischen Märkte entwickeln sich insgesamt stabil mit nur leichten Rückgängen. Besonders die USA zeigen sich robust, wobei sich ein Teil der Nachfrage zeitlich in das zweite Halbjahr verschiebt.

Luxushotellerie bleibt stabiler Anker

Im Premiumsegment zeigt sich die Schweizer Hotellerie weiterhin widerstandsfähig. Häuser der Luxushotellerie berichten von stabiler Nachfrage, teilweise auch von zusätzlichen Buchungen im MICE- und Leisure-Bereich. Die breite Diversifikation der Gästestruktur gilt dabei als zentraler Stabilitätsfaktor.

Sommerausblick: stabile Nachfrage trotz Unsicherheiten

Für die Sommersaison erwartet Schweiz Tourismus insgesamt eine stabile Entwicklung der Nachfrage, jedoch mit kürzeren Buchungsfenstern und stärkeren Unterschieden zwischen den einzelnen Märkten.

Der Schweizer Tourismus profitiert dabei weiterhin von einem breit abgestützten Gästemix aus Inland-, Europa- und Fernmärkten. Diese Struktur wirkt laut Einschätzung der Organisation stabilisierend, da Rückgänge in einzelnen Regionen durch andere Märkte teilweise kompensiert werden können.

Resilienz trotz volatiler Rahmenbedingungen

Trotz geopolitischer Unsicherheiten und einzelner rückläufiger Märkte bleibt der Schweizer Tourismus insgesamt stabil. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Schweiz Tourismus im Basisszenario nur einen moderaten Rückgang der Hotellogiernächte.

Die Branche zeigt sich damit weiterhin widerstandsfähig – getragen von einem diversifizierten Gästemix und einer grundsätzlich stabilen Nachfrageentwicklung über die wichtigsten Quellmärkte hinweg.

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