Schweiz Tourismus lanciert mit der Kampagne «Verliebt in schöne Orte» eine neue Initiative, die schützenswerte Ortsbilder von nationaler Bedeutung (ISOS) in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist es, weniger bekannte Destinationen in der Schweiz sichtbarer zu machen und die Bevölkerung zu Reisen in der näheren Umgebung zu inspirieren.

Mikroreisen gewinnen an Bedeutung

Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und eines allgemein instabilen internationalen Reiseumfelds gewinnt der Trend zu sogenannten Mikroreisen an Bedeutung. Dabei geht es um kurze Reisen in unmittelbarer Nähe, die überraschende und oft wenig bekannte Orte in den Fokus rücken.

Die Kampagne von Schweiz Tourismus greift diese Entwicklung auf und positioniert sich im Rahmen der bestehenden Strategie «Travel Better», die eine bessere Verteilung der Gäste über Raum und Zeit anstrebt.

ISOS-Inventar als Grundlage der Kampagne

Die Auswahl der vorgestellten Orte basiert auf dem ISOS-Inventar, das Ortsbilder von nationaler Bedeutung erfasst und die kulturelle, architektonische und landschaftliche Vielfalt der Schweiz dokumentiert.

Für die Kampagne wurden 15 Orte aus allen Sprachregionen der Schweiz ausgewählt. Dazu zählen unter anderem Romainmôtier (VD), Saint-Ursanne (JU), Sent (GR), Diessenhofen (TG), Ernen (VS), Bauen (UR), Soazza (GR), Eglisau (ZH), Werdenberg (SG) sowie weitere Gemeinden wie Auvernier (NE), Lessoc (FR) oder Meride (TI).

Digitale Kampagne im öffentlichen Raum

Im Unterschied zu früheren Initiativen setzt Schweiz Tourismus dieses Jahr erstmals auf eine digitale Plakatkampagne im öffentlichen Raum. Die Inhalte werden während zwei Wochen im April an grossen Bahnhöfen in der ganzen Schweiz ausgespielt.

Auf insgesamt 53 Screens werden animierte Sujets gezeigt, die einen visuellen Einblick in die ausgewählten Destinationen geben und so die Vielfalt der weniger bekannten Orte in Szene setzen.

Fokus auf Entdeckung der Schweiz abseits der bekannten Routen

Die Kampagne setzt die strategische Ausrichtung der vergangenen Jahre fort, die Schweiz stärker als vielfältiges Reiseziel zu positionieren – insbesondere mit Fokus auf Regionen abseits der klassischen Tourismus-Hotspots.

Damit soll das touristische Potenzial kleinerer Orte gestärkt und gleichzeitig ein Beitrag zur besseren Verteilung der Besucherströme geleistet werden.

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