Hotelketten weiter auf dem Vormarsch
Gemäss Horwath HTL-Report 2024 gehören in der Schweiz rund 32 Prozent aller Hotelzimmer zu einer Kette. Hier die Fakten zur Entwicklung der Markenhotellerie im DACH-Raum mit Fokus Schweiz.

Gemäss Horwath HTL-Report 2024 gehören in der Schweiz rund 32 Prozent aller Hotelzimmer zu einer Kette. Hier die Fakten zur Entwicklung der Markenhotellerie im DACH-Raum mit Fokus Schweiz.

Noch sind die kleineren, unabhängigen Hotels in der Schweiz in der Mehrheit. Diese Tradition gerät jedoch ins Wanken. Inzwischen werden über 32 Prozent der Hotelzimmer von Markenhotels angeboten, wobei diese Hotelketten lediglich 10 Prozent aller Beherbergungsbetriebe ausmachen. Betrachtet man zusätzlich die Länder der DACH-Region haben Deutschland und Österreich in den letzten 12 Monaten ebenfalls ein beschleunigtes Wachstum der Markenhotels erlebt. In Deutschland wuchs die Zahl der Markenhotels um 5 Prozent, was fast 20’000 zusätzlichen Zimmern entspricht. Ähnlich sieht es in Österreich aus, mit einem Wachstum von 7,7 Prozent.
In den letzten Jahren verzeichnete das Marktsegment von «Economy bis Upper Midscale», die sogenannten Limited-Service Produkte, das stärkste Wachstum im DACH-Raum. Dieses wurde massgeblich durch die Expansion internationaler Marken wie B&B Hotels, Ibis und Holiday Inn vorangetrieben. Auch Marken wie A&O und Meininger, die stark standardisierte Beherbergungslösungen anbieten, passen in dieses Segment. Trotz dieses Wachstums entfällt weiterhin mehr als die Hälfte des Angebots auf die Segmente Midscale, Upper Midscale und Upscale. In diesen Segmenten stehen etablierte Marken wie Motel One, Mercure, Best Western und Intercity zunehmend im Wettbewerb mit Anbietern von Serviced Apartments wie Limehome, Smartments und Numa. Diese Marken bieten moderne, zentral gelegene Produkte an, die aufgrund geringerer Investitionskosten und höherer Renditen für Investoren attraktiv sind.

Die Zahl der Zimmer von Kettenhotels ist in der Schweiz um ca. 7 Prozent gestiegen. Das deutet klar auf eine zunehmende Marktdurchdringung der Kettenhotels hin, die immer mehr unabhängige Hotels übernehmen. Accor ist mit einem Portfolio von über 10’000 Zimmern, das sind 22 Prozent der Markenhotels, auch in der Schweiz die dominierende Anbieterin. Ibis und Ibis Budget sind nach wie vor die führenden Marken, die gemeinsam mehr als 4’100 Zimmer anbieten, dicht gefolgt von Mövenpick und B&B Hotels. Das grösste Wachstum unter den Hotelketten verzeichneten Marriott und Swiss Quality mit jeweils drei neuen Hotels. Die fünf grössten Schweizer Städte sind auch die Destinationen mit den meisten Hotelzimmern. Sie bieten zusammen 48 Prozent des Zimmerinventars der Schweiz bei und stellen 41 Prozent der in Entwicklung befindlichen Zimmer. Die ehemalige Credit Suisse und AccorInvest sind die prominentesten institutionellen Investoren, die gemeinsam für 7 Prozent des Zimmerangebots der Markenhotellerie verantwortlich sind.
Horwath HTL Schweiz berät seit fast 15 Jahren erfolgreich seine Kunden in der Schweiz. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Hotels von der Machbarkeit bis zur Eröffnung sowie auf der Begleitung von Transaktionen. www.horwathhtl.com
