Wie lauten die zentralen Trendthemen, wenn es um Business Travel geht? Neben Prozessoptimierung und Reisesicherheit belegt Nachhaltigkeit einen Spitzenplatz – Tendenz steigend. Viele Unternehmen sind für umweltbewusstes Handeln sensibilisiert und suchen nach Optionen, um dies bei der nächsten Geschäftsreise oder beim nächsten Event umzusetzen. Jede Menge Inspiration liefert hier der Kanton Bern, bündelt er doch eine Vielzahl klimafreundlicher Angebote – von umweltbewussten Locations bis hin zu inspirierenden Rahmenprogrammen in der Natur. Sei es in den Bergen, an Seen oder in Städten, in den unterschiedlichen Destinationen im und rund um den Alpenraum sind Geschäftsreisende stets nachhaltig unterwegs.

Und das dient längst nicht nur der Natur: Mit der sanften Anreise und dem kleinen Fussabdruck vor Ort positionieren sich Unternehmen als aktive, starke, zeitgemässe Arbeitgeber – und sorgen nicht zuletzt für ein gutes Gefühl im Team.

Bern steht für Barrierefreiheit. © Bern Welcome

Starke Strategien

Einfach mal machen statt bloss reden: Nachhaltigkeitsbestrebungen sind im Kanton Bern keine blossen Lippenbekenntnisse, sondern werden mit konkreten Strategien und Angeboten umgesetzt. Wie das vor Ort gelingt, zeigen einige der wichtigsten Destinationen. So gilt etwa Interlaken als Pionierregion mit dem Energiestadt-Label, die den Fokus bewusst auf Qualität statt Quantität setzt. Als Partner des lokalen UNESCO-Welterbes will man sich für natur- und kulturnahe Erlebnisse einsetzen, die sowohl umweltschonend als auch sozialverträglich sein sollen. So wird etwa bei Aktivitäten und Veranstaltungen konsequent auf den Einsatz von Mehrweg- und Depotsystemen geachtet, während Partner und Mitarbeitende darauf sensibilisiert werden, nachhaltig zu denken und zu handeln.

Innovativ: das Auditorium des Congress Kursaals Interlaken. © CKI

Abbaubar und recycelt

Gleich nebenan zeigt die Destination Thun-Thunersee parallele Bestrebungen – samt kurzen Wegen und nachhaltiger Infrastruktur: Hier treffen Veranstalter und Gäste zum Beispiel auf Schritt und Tritt auf umweltbewusste Hotels, die sich dem messbaren Klimaschutz verschrieben haben und auf erneuerbare Energien setzen. Klar, gehören da biologisch abbaubare Verpackungen, recycelte Materialien, schonende Reinigungsmittel und Beiträge für Klimaprojekte zum Programm. Ein Stück weiter das Kander- und Simmental hinauf setzt die Destination Adelboden-Lenk-Kandersteg gleichermassen auf ein breites Engagement: So werden zum einen lokale Leistungsträger eng eingebunden, um die Naturlandschaften für heutige Gäste und kommende Generationen zu erhalten. Zum anderen liegt ein starker Fokus auf öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bahn und Bus, was umweltschonendes Anreisen ermöglicht.

Setzt auf Kreislaufwirtschaft: Belvédère Spiez. © Belvédère Spiez

Modernes Land – grüne Stadt

Für einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz macht sich derweil weiter westlich die Destination Gstaad stark. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der regenerativen Entwicklung, doch auch E-Mobilität und Regionalität werden im Bereich der Geschäftsreisen und Events fleissig gefördert. Der Slogan «Come up – slow down» animiert eben auch zum entschleunigten Reisen, zu Ausflügen zu Fuss und zum Geniessen mit regionalen Alpprodukten.

Wer nun noch mehr nachhaltige Strategien sucht, wird in der Stadt Bern fündig: Sie gilt nach Wien als zweitgrünste Stadt Europas und strotzt vor inspirierenden Ansätzen im MICE-Sektor. Dazu gehört etwa der Einsatz für nachhaltiges Shopping – unter den Lauben der UNESCO-gekürten Altstadt sind viele kleine Geschäfte heimisch, die das lokale Erbe pflegen. Dank dem «Bern Ticket» nutzen Übernachtungsgäste zudem Tram und Bus kostenlos – das gilt sogar für die Fahrt auf den Hausberg Gurten. Mobilität ist auch anderswo ein Thema in der Destination mit der Swisstainable-Zertifizierung: Barrierefreies Sightseeing ist hier nach dem Seminar vielerorts problemlos möglich.

Viel Platz im «Seaside»-Plenum. © Hotel Seaside

Locations, die passen

Der Wunsch nach nachhaltigen Events und Tagungen bleibt unerfüllt, finden VeranstalterInnen nicht konkrete Locations, die ihren Vorstellungen entsprechen. Gut, verfügt der Kanton Bern über ein breites Spektrum an umweltbewussten GastgeberInnen, die genau solche Anlässe im Mittelland wie unter den Alpengipfeln ermöglichen. Im Berggebiet gehört dazu beispielsweise die «Revier Mountain Lodge in Adelboden» – das Haus verfügt über das Label «Swisstainable Stufe III» und ist entsprechend ökologisch ausgerichtet. Konsequente Abfalltrennung und hauseigenes Quellwasser sind so nur einige Puzzleteile im achtsamen Gesamtbild.

Ausblick vom Deltapark-Zimmer. © Friederike Hegner

Mit Photovoltaik und Biogas

Ennet des Hahnenmoospasses verfügt Gstaad gleichermassen über spannende Möglichkeiten für nachhaltige Meetings mit Bergblick. Offene Türen finden Gäste etwa im Hotel Alpenland in Lauenen. Dort finden BesucherInnen ein kleines, feines Hideaway, das direkt am Schutzgebiet Rohr liegt und wo das Motto «Unberührte Natur und Entschleunigung pur» entsprechend gelebt wird. Auch in Spiez mangelt es nicht an Hoteliers, die eine ähnliche Betriebskultur pflegen: Hier das Strandhotel Belvédère mit Kreislaufwirtschaft und LED-Beleuchtung, da das Deltapark Vitalresort, das auf Photovoltaik und Biogas setzt, dort das Hotel Seaside mit seiner Ressourcensparprämie für Seminargruppen – es sind innovative Ansätze, wohin man auch blickt.

Authentisches Handwerk am Ballenberg. © Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz

Aare kühlt Auditorium

Ein Stück weiter dem Thunerseeufer entlang setzt sich die Reihe innovativer Räumlichkeiten in Interlaken fort. Denn hier steht unter anderem der Congress Kursaal, der sein Auditorium mit dem Wasser der Aare auf natürliche Weise kühlt. Zudem plant der Betrieb zusätzliche Solarpanels, um auf dem Dach des historischen Gebäudes Sonnenenergie zu nutzen. Bei so viel Einfallsreichtum will die Hauptstadt natürlich nicht hintenanstehen: Bern verfügt über zahlreiche umweltbewusste Locations mit der Auszeichnung «Swisstainable Level III». Dazu gehören unter anderem der Kursaal, Bernexpo, das Novotel, der Schweizerhof sowie diverse Ibis-Ableger.

Weitere Informationen finden Sie unter www.madeinbern.com