Camilla Struben, wie haben Sie sich Ihren Weg in den MICE-Sektor und in die Geschäftsleitung des «Congress Kursaal Interlaken» gebahnt?

Mein Leben lang bin ich in der Gastronomie-Hotellerie tätig, mit Schwerpunkt Sales. Vor 24 Jahren bin ich von Holland in die Schweiz ausgewandert, seit fast 20 Jahren nenne ich Interlaken mein Zuhause. Vor acht Jahren schliesslich trat ich hier meine Stelle als MICE-Koordinatorin für die Destination an. Von da aus ging es stets einen Schritt weiter aufwärts.

Camilla Struben ist Leiterin MICE und Mitglied der Geschäftsleitung. © Congress Kursaal Interlaken

Was war es, das Sie an der Event-Branche und insbesondere am «Congress Kursaal Interlaken» gepackt und nicht mehr losgelassen hat?

In Bezug auf den Arbeitgeber war es gewiss auch die zur damaligen Zeit fortschrittliche Haltung zur Teilzeitarbeit, welche mir als Mutter ermöglich hat, berufstätig zu sein und mein Pensum stufenweise auszubauen – von der MICE-Koordinatorin zur Leiterin dreier Abteilungen. Herausforderungen habe ich schon immer geliebt, so auch das Haus: Mein Herz liegt hier.

Von Anfang an begeistert hat mich, dass wir das Gesamterlebnis anbieten vom Anlass selbst über die Hotelbuchung und Verpflegung bis hin zum Rahmenprogramm. Hervorzuheben ist, dass sich die Veranstaltenden von A wie Anfrage bis Z wie Zahlung nahtlos an ein und dieselbe Ansprechperson wenden können, was den Ablauf umso reibungsloser macht.

Historischer Charme: die Konzerthalle für bis zu 1’500 Gäste. © Congress Kursaal Interlaken

Welche Veränderungen haben Sie seit Ihren Anfängen bemerkt?

Die Kurzfristigkeit ist ebenso gestiegen wie die Erwartungshaltung. Heutzutage vergleichen Veranstaltende eine grössere Anzahl Anbieter miteinander, bevor sie eher später als früher eine Entscheidung fällen. Das macht es wohl nicht gerade einfacher, dafür eher spannender (lacht). Deshalb muss man darauf achten, immerzu interessant zu bleiben.

Wie gelingt es denn, «interessant zu bleiben»?

Reden, kommunizieren, zuhören – in Kontakt bleiben, Wert auf Feedbacks und Analysen legen und stets Bestehendes hinterfragen, um sich kontinuierlich zu verbessern.

Wahrlich eine Bühne für Seminare: der schmucke Theatersaal. © Congress Kursaal Interlaken

Welche Vorzüge zeichnen die Lokalität aus?

Für mich ist es in jeglicher Hinsicht ein wunderbares Produkt, angefangen bei der Historie und der Lage, die komfortabel mit den öV erreichbar ist. Unsere über 30 Partnerhotels, vom Hostel bis zum Fünf-Sterne-Haus, liegen allesamt in Gehdistanz. Die Natur zwischen zwei Seen offeriert eine Vielfalt an Outdoor-Aktivitäten direkt vor der Haustür. Ausserdem profitieren Veranstaltende davon, dass wir sowohl kulinarische Genüsse wie technische Infrastrukturen vollständig inhouse bereitstellen.

Der Charakter der geschichtsträchtigen Räumlichkeiten ist so unvergleichlich, dass die Emotionen, die sie wecken, nur vor Ort wirklich spürbar sind. Deshalb lade ich Interessierte jeweils herzlich zu einer Besichtigung ein.

Rundum nobel: das Rondell für Events mit bis zu 80 Besuchenden. © Congress Kursaal Interlaken

Das Haus selbst ist ein Erlebnis. Wie runden Rahmenprogramme das ab?

Gerade die massgeschneiderten Workshops, zum Beispiel für Teambuilding, empfinde ich als nachhaltigen Mehrwert. Dank dem grosszügigen Park können diese auch draussen stattfinden, wie etwa das Eisskulpturen-Schnitzen. Der eigentliche Geheimtipp ist wohl, dass wir alles organisieren können, was die Kundschaft will.

Wann ist für Sie persönlich ein Anlass «gelungen»?

Das ist eigentlich ganz einfach (lacht). Wenn die Gäste das Haus zufrieden verlassen und gerne bald wiederkommen möchten. Zum Gelingen eines Events trägt das Team bei, das eingespielt und motiviert genug ist, auch bei kurzfristigen Planänderungen hilfsbereit und ideenreich zu reagieren.

Der hochmoderne Teil: das benachbarte Auditorium von 2009. © Congress Kursaal Interlaken

Was motiviert Sie über all die Jahre?

Oft beginnt die Organisation von Events wie etwa Kongressen Jahre vor dem «grossen Tag». In dieser Zeit baut man enge Beziehungen auf, gar Freundschaften, und man entwickelt sich und die Anlässe gemeinsam weiter. Das Resultat davon mitzuerleben, ist ein erfüllendes Gefühl.


Stuck trifft Hightech

Die 5’000 m2 grosse Eventfläche mit einer Kapazität für über 1’500 Personen lässt sich in verschiedene Säle und Bereiche einteilen, sodass sich für Anlässe wie Seminare, Versammlungen oder Galas passende Räumlichkeiten definieren lassen – vom intimen Meetingzimmer bis zum stilvollen Saal lichtdurchflutet dank grosszügigen Fensterfronten. Beispielsweise fasst das hochmoderne Auditorium von 2009, das wie das gesamte Gelände für das alljährliche «Swiss Economic Forum» genutzt wird, bis zu 1500 Personen auf 1’000 m2.

© Daniela Dambach

Die für das 19. Jahrhundert klassische Kurhaus-Architektur findet sich etwa in der Konzerthalle (1’200 m2 für 735 bis 1500 Gäste), im Rondell (90 m2 für bis zu 80 Gäste) oder im Ballsaal (312 m2 für 270 bis 320 Gäste), wo Kronleuchter von den Decken hängen und sich das Auge fasziniert in den Details von Stuckaturen und Farbschimmer verliert.

Weitere Information, Beratung & Buchung: www.congress-interlaken.ch